Der Stuhl und das Sofa
Es war einmal ein Stuhl, der lebte im 12. Stock und wurde von seinen Besitzern oft benutzt. Aber irgendwann wurde ein dickes, arrogantes Sofa gekauft. Das Sofa spöttelte bald: „He du kleines Ding, was suchst du hier?“ „Meinst du mich? Ich lebe hier! Schreibs dir hinter die Ohren!“, knurrte der Stuhl säuerlich. „Ihr Stühle wart schon immer Waschlappen!“, murrte das Sofa und so ging der Streit noch lange weiter.
Doch eines Tages mussten die Besitzer desSofas und des Stuhls umziehen. Alles wurde in den Umzugswagen geschleppt, die Besitzer des Sofas schleppten es mühsam aus dem 12. Stock. Als sie die neue Wohnung sahen, waren sie sehr erschrocken. Die Wohnung war zu klein für das große Sofa und so wurde es auf den Müll geschmissen. Nun wurde der Stuhl wieder öfter benutzt, er hatte nie wieder Probleme mit Sofas.
Kai WellmannDer Stuhl und das Sofa
An einem warmen Sommertag stand der Stuhl auf der Terrasse und sonnte sich. Dagegen musste sich das Sofa mit dem Schatten im Wohnzimmer begnügen. „Tja“, sagte der Stuhl, „wenn man klein und wendig ist, trifft einen auch mal der Sonnenstrahl!“
Maximilian Grötsch, Sebastian Deinzer, Florian Fischer und Jannis Sparrer.
Fernseher gegen Buch
Tom schaltet gerade den Fernseher aus und die Mutter legt das Buch auf die Flimmerkiste und sagt zu ihrem Sohn: „Wir gehen jetzt einkaufen!“ Als die Tür ins Schloss fiel, fingen der Fernseher und das Buch aufgeregt zu diskutieren an:
Fernseher: „Geh runter von mir!“
Buch: „Das wäre mir auch sehr recht, wenn ich von dir Flimmerkiste herunter kommen könnte!“
Fernseher: „Kein Problem!“
Der Fernseher machte einen Hopser und das Buch fiel im hohen Bogen auf den Boden, direkt vor den Fernseher.
Buch: „Puhhhh, endlich liege ich nicht mehr auf einem Gerät, das die Leute verdummt!“
Fernseher: „Was mache ich? Bei mir werden die Leute verdummt? Dass ich nicht lache! In dir stehen doch nur Hieroglyphen, die kein Mensch versteht! Und noch schlimmer, in dem ganzen Buchstabengewirr kennt sich doch kein Mensch mehr aus!“
Buch: „Was! Bei mir kennt man sich nicht mehr aus? Bei deinem Geflimmer macht man sich doch nur die Augen kaputt!
Die beiden stritten noch eine ganze Weile miteinander, bis die Tür wieder aufging und Tom den Fernseher einschalten wollte, als seine Mutter einwarf: „Halt, kleiner Mann, der Fernseher bleibt aus, du hebst jetzt das Buch auf und fängst an zu lesen!“
Als der Fernseher und das Buch mal wieder allein waren, sagte das Buch: „Na, jetzt siehst du, dass ich wichtiger und beliebter bin als du!“
Eva Pickel
Von der Schreibmaschine und dem Computer
Es begab sich zu dem Tag, als die Schreibmaschine durch den Computer ersetzt werden sollte.
Der Computer aber war von schlechter Qualität und deshalb forderte die Schreibmaschine ihn heraus.
Da sagte der Computer: „Du hast keine Chance, denn ich bin viel schneller.“
Die beiden sollten einen Brief von 3 Seiten schreiben. Doch mitten im Wettkampf stürzte der Computer vor lauter Belastung und Stress ab.
Da sagte die Schreibmaschine: „Alt Bewährtes ist immer gut!“
Dauphin, Wenzlik, Stocker
Märchenreime
Das Aschenputtel aß so gerne
Apfelstrudel ohne Sterne.
Sie trank auch gerne Kirschensaft,
denn der verlieh ihr Bärenkraft.
Frau Holle machte gerne Schnee,
er fiel am Kopf und tat nicht weh.
Bei Regen, Hagel und Gewitter
verlor ihr Kleid den sanften Glitter.
Rotkäppchens Freund, der böse Wolf
fuhr keinen „Audi“ sondern „Golf“.
Er raste gerne um die Ecken,
um Rotkäppchens Oma zu erschrecken.
Rapunzels seidenlanges Haar
das war nicht echt - das ist doch klar!
Sie trug´ne goldene Perücke,
ihr Hund zerfetzte sie in Stücke.
Stephan Richter
Der Hund mit dem lila Bein
Es war einmal vor langer Zeit. Da lebte ein König mit seiner Königin. Die schöne junge Königin war schwanger und sollte bald eine kleine Prinzessin zur Welt bringen. Dies erfuhr die böse Hexe des Westens. Sie war so erbost über diese doch so freudige Nachricht, dass sie einen Fluch über das noch ungeborene Kind aussprach: „Arm soll sie aufwachsen, jenseits von dem Palast. Von der Mutter verstoßen, vom Vater gehasst . Die erste große Liebe von diesem ach so hübschen Kind soll ein Prinz sein, und wenn sie ihn zum ersten Mal küsst, sie ihn für immer vermisst. Als Hund mit einem lila Bein soll er von nun an leben. Denn mit diesem Kuss hat er sich in Teufels Küche begeben.“
Und es gingen die Tage ins Land und es kam wie es kommen musste. Die junge Königin bekam eine kleine, sehr, sehr hübsche Tochter, und der Fluch der Hexe des Westens erfüllte sich nach und nach. Die Mutter verstieß das Kind. Kam das Kind auf sie zu, so verließ sie schlagartig den Raum. Der König, der Vater des Kindes, hasste es so sehr, dass er die kleine Prinzessin weit weg in eine kleine Hütte im Verbotenen Wald bringen ließ. Dort wuchs Annabel ganz einsam auf, weil jeder Mensch sich vor dem Verbotenen Wald fürchtete. Es waren inzwischen 15 Jahre vergangen und Annabell stand kurz vor ihrem 20 Geburtstag. Die einzigen Freunde, die sie hatte, waren die Tiere, die in dem Wald lebten. Regelmäßig besuchten die Tiere Annabel. Dann fühlte sie sich nicht mehr so alleine. „Hallo Flitzer, was ist denn los?“, begrüßte Annabel ein aufgeregtes Kaninchen. „ Du weißt doch, dass ich selber nur noch ein paar Beeren zum Essen habe. Ich kann dir nichts geben.“ Da fing das Kaninchen auf einmal an energisch den Kopf zu schütteln. „Was ist denn los, Flitzer? Willst du mir etwas zeigen?“, fragte Annabel ihn noch und schon rannte er los und Annabel hinterher. Doch plötzlich blieb Flitzer vor einem Gebüsch stehen. Vorsichtig lugte Annabel zwischen den Ästen des Gebüsches hindurch und was sie da sah, ließ ihr Herz höher schlagen. Da stand ein Prinz in strahlender Rüstung. Auf einmal drehte sich der Prinz um und erblickte Annabel. Hastig lief diese in den Wald zu ihrem Häuschen. Aber der Prinz lief ihr hinterher und holte sie ein. Er hielt sie an der Hand und fragte: „Wer bist du, schöne Fremde?“ Da sah ihm Annabel tief in die Augen und sie spürte, dass dies ihre wahre Liebe sei. Ohne dem Prinz eine Antwort zu geben küsste sie ihn. Doch als sie die Augen wieder öffnete, erblickte sie einen Hund mit einem lila Bein. Annabel fing an bitterlich zu weinen. Aber der Hund wich nicht von ihrer Seite. „Wer hat dich verzaubert?“, fragte sie den Hund, „etwa die böse Hexe des Westens, von der mir einst mein Vater berichtete?“ Der Hund nickte. Da fasste Annabel einen Plan. Sie wollte ohne den hübschen Prinz nicht mehr leben. Darum machte sie sich mit ihm auf zur Zuckerfee. Denn sie war sich sicher, die könnte ihr helfen. Annabel und der Hund machten sich also auf den Weg zur Zuckerfee. Nach tagelangem Wandern erreichten sie endlich das Schloss der Fee. Die gute Zuckerfee erwartete sie schon: „ Hallo Annabel, ich habe euch schon erwartet.“ „Woher kennt Ihr meinen Namen?“, stammelte Annabel. „ Könnt Ihr den Prinzen wieder zurück verwandeln?“ „ Leider nein, liebe Annabel, ich kann dir da nicht weiter helfen. Denn die einzige, die den Zauber brechen kann, ist die Hexe des Westens. Aber gebt acht. Hier nehmt mein fliegendes Pferd Olivia, so werdet ihr die Hexe bald erreichen. Nun gebe ich euch zum Abschied noch ein Rätsel auf: Wasser hasst der Westen, geht davon ein. Schüttet ihr es darüber, wird der Westen ganz klein. Und nun geht!“, sagte die Zuckerfee.
Annabel und der verzauberte Prinz flogen auf Olivia davon. So erreichten sie in nur wenigen Tagen die Höhle der Hexe des Westens. Unterwegs grübelte Annabel ständig, was das Rätsel der Fee bedeutet. Nun stand Annabel mit dem Hund am Eingang der Höhle. Irgendwie ließ Annabel das Gefühl nicht los, dass sie Wasser holen sollte, und das tat sie dann auch. „ Prinz, du musst hier bleiben, ich hole mit Olivia etwas Wasser“, ermahnte Annabel den verzauberten Prinzen. Und schon sauste sie mit Olivia davon. Nach einigen Minuten kamen die beiden mit zwei Eimern voll Wasser wieder am Höhleneingang an. Annabel band Olivia an einem Baum vor der Höhle fest. Vorsichtig betraten Annabel und der Hund die Höhle. „Hallo! Hallo! Ist da wer?“, rief Annabel in das Dunkel der Höhle. Plötzlich ertönte eine kratzige Stimme: „Sieh an, sieh an, wen haben wir denn da? Des Königstochter Jüngste und ihren verzauberten Prinzen. Du verlangst doch nicht allen Ernstes, dass ich ihn zurück verwandeln werde?“, krächzte die Hexe des Westens. „Doch !“, rief Annabel geistesabwesend und schüttete den Eimer mit Wasser über sie. „Ha ha ha! Du glaubtest doch wohl nicht mich, die große Hexe des Westens, damit zu zerschmelzen? Früher mag das wohl noch funktioniert haben, aber wie du siehst, jetzt nicht mehr. Ha, ha, ha!“, lachte die Hexe. Dann plötzlich fing diese an zu schmelzen: „Hilfe! Hilfe, was geschieht mit mir? Annabel, siehe, was du angerichtet...“, stieß die Hexe gerade noch hervor, bevor sie endgültig zerschmolz. Nun verwandelte sich auch der Prinz wieder in einen Menschen. Zusammen mit Annabel flogen sie auf Olivias Rücken auf des Prinzen Schloss. Als sie dort ankamen, gab es eine große Hochzeitsfeier.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
Theresa Ohlwärther (5c)
